Umweltstation Unterallgäu ist Ressourcenerlebniswelt
Die Ressourenerlebniswelt ist zusammen mit dem Thema "Regenerative Energien" das thematische Zentrum der Einrichtung "Umweltstation". Dementsprechend wurde die gesamte Umweltstation und ihre Einrichtungen so gestaltet, dass Besucher nicht nur verschiedene ökologisch interessante Baustile, Dämmmaterialien, Pellets für moderne Hackschnitzelheizungen, Photovoltaik, Sonnenkollektoren, den Aufbau einer Hauswand samt Dämmung besichtigen und Lehrreiches über verschiedene Baumarten erfahren können, sondern sich über ein Touch-Screen-Visualisierungssystem auch direkt den Ressourcenverbrauch (Wasser, Strom, Energie) nahezu sämtlicher Gebäude und Räume der Einrichtung in Echtzeit anzeigen lassen können. Das bedeutet z. B.: wird ein Wasserhahn geöffnet, kann am Display sofort der Wasserverbrauch dieses einen Hahns in Liter pro Minute abgelesen werden.
Hierfür wurden alle Gebäude an der Umweltstation Unterallgäu nach neuestem Stand der Technik zu einem großen Experimentierfeld mit Erfahrungseinrichtung ausgebaut. Bei der baulichen und technischen Umsetzung des Vorhabens standen die Erfahrung und Einbindung regionalen Know-Hows im Vordergrund. Technische Innovationen und modellhafte Produkte sowie der Einsatz nachwachsender Rohstoffe sollten eine Chance bekommen und vorrangig eingesetzt werden.
Die Ressourcenerlebniswelt ist ein ganzheitliches Projekt, um Ressourcenverbrauch und –verwendung auf allen Ebenen menschlichen Lebens (Wohnens) erfahrbar zu machen.
Im Mittelpunkt der Ressourcenerlebniswelt steht ein modernes BUS-System, welches jeden Ressourcengewinn und -verbrauch auf dem gesamten Gelände aufzeichnet und so die Messbarkeit und anschließende Visualisierung eigenen Handelns ermöglicht. Die Voraussetzungen hierfür wurden in einem ersten Schritt durch bauliche Veränderungen und technische Ausstattung der Einrichtung geschaffen. Die Messergebnisse werden einzeln dort erfasst, wo es zu einer Nutzung kommt. Jede Lichtquelle, Steckdose, jeder Wasser- oder Wärmeverbrauch, aber auch Solarzellen, Stromeinspeisung, der Füllstand der Wasserzisterne oder der Ressourcenverbrauch der Hackschnitzelheizung werden durch das System erfasst.
Die Jugendbildungseinrichtung „Umweltstation“ fungiert in diesem Sinne als eigener Mikrokosmos, innerhalb dessen wir versuchen, möglichst viele Versorgungs- und Entsorgungseinrichtungen bei uns vor Ort nachvollziehbar und anschaulich zu präsentieren.
Die Visualisierung steht unseren Gästen zur Aufbereitung und zur Entwicklung von Szenarien zur Verfügung. Unterschiedliche Gruppen, die sich gleichzeitig in unserer Einrichtung aufhalten, tauschen ihre Ergebnisse und ihre daraus resultierenden Schlüsse miteinander aus und vergleichen diese. Gemeinsam werden durch Partizipation, Austausch und Teamarbeit Strategien zum Umweltschutz entwickelt.
Zentrum des sozialen Lebens in der Ressourcenerlebniswelt ist das Jugend-Erlebnis-Dorf, welches Übernachtungsmöglichkeiten für insgesamt 90 Personen zuzüglich 14 Betreuern bietet. Ressourcenverbrauchs-Daten des gesamten Jugend-Erlebnis-Dorfs mit Übernachtungshütten, Sanitäranlagen und Versorgungsgebäude, sowie der Rest der Umweltstation werden durch das BUS-System erfasst. Auf diese Weise können die Ver- und Entsorgung eines Dorfes spielerisch erlebt und nachvollzogen werden. Ideen der Gruppen sind sofort umsetzbar, deren Auswirkungen aktuell messbar und Ergebnisse aus Verhaltensänderungen unmittelbar erkennbar.
Spielerisch lernen die Jugendlichen, mit Ressourcen umzugehen und verantwortlich zu handeln, um Natur, Umwelt und die Schöpfung zu erhalten.
Die jeweils erfassten Daten sind auf dem Touch-Screen-Display in der Aula der Einrichtung für jeden Besucher ersichtlich. Dort wird der eigene Ressourcenverbrauch visualisiert, und anhand von Fragen und Daten anderer Menschen kann das eigene Verhalten eingeschätzt werden. Verhaltensänderungen führen sofort zu messbaren bzw. erkennbaren Ergebnissen.
Durch spielerischen Umgang mit den Ressourcen und dem Erleben von sozialer Gemeinschaft kann das Bewusstsein der Besucher für den Umgang mit der Umwelt auf diese Weise sensibilisiert werden.
Die Teilnehmer lernen miteinander und voneinander. Dies geschieht in praktischen Übungen und kreativen Prozessen. Ressourcengerechtes Handeln wird eingeübt, und die Gäste werden selbst zu Akteuren. Kreativität, eigenverantwortliches Handeln und Partizipation sind die wichtigsten Werkzeuge in unserem Bildungsprojekt.
Alle Bereiche, von der Anreise der Gruppe bis hin zur Verpflegung, der Hauswirtschaft und der Freizeitgestaltung werden in die Gesamt-Ressourcenanalyse eines Gruppenaufenthaltes einbezogen. Ergebnisse der einzelnen Gruppen und Akteure werden gemeinsam besprochen und bilden den Grundstein für neue Ideen. Da die Belegungsgebühr nach tatsächlich verbrauchten Ressourcen abgerechnet und auch Jahressieger ermittelt werden, sind die Gäste zusätzlich motiviert, sich mit der Thematik zu beschäftigen.
Neben dem direkten Erleben von Ressourcen bietet die Ressourcenerlebniswelt auch sozialen Erlebensraum. Besonders für Kinder- und Jugendgruppen bietet das Zusammenleben Möglichkeiten zur sozialen Verantwortungsübernahme. Des weiteren werden konstruktive Konfliktlösungen trainiert.
Damit die Erfahrungen, die in der Ressourcenerlebniswelt gemacht werden, auch längerfristig das Handeln der Teilnehmer beeinflussen, werden diese in allabendlichen Reflektionsrunden vertieft und ein Transfer zur Alltagswelt hergestellt.
Unsere Einrichtung steht allen Interessierten als Anschauungsobjekt und beispielhaftes Modellvorhaben zur Besichtigung oder als Studienort bereit. Die in Legau innerhalb der Bildungsprojekte gesammelten Erfahrungen wurden so aufbereitet, dass sie auch anderen Einrichtungen bei ihren Bemühungen für Ressourcenschutzmaßnahmen zur Verfügung gestellt werden können.
Die Teilnehmer werden auf das Thema „Ressourcenschutz“ neugierig gemacht. Die Programmangebote sind daher experimentell gestaltet und bieten viel Raum für eigenes Erleben. Sie orientieren sich an neuen Bildungsmodulen.
Bei der Nutzung der Einrichtung durch die unterschiedlichsten Zielgruppen steht der Spaß an den angebotenen Bildungsprojekten mit im Vordergrund, getreu unserem Motto: Ressourcenchutz muss Spass machen und andere zum Mitmachen motivieren.
Wir möchten Sie ermutigen, Ihr Unternehmen, Ihre Schule oder Ihre Einrichtung auch in eine Ressourcenerlebniswelt umzugestalten oder ein vergleichbares Datenerfassungs- und Visualisierungssystem zu etablieren. Falls Sie Interesse daran haben, wenden Sie sich gerne an uns.
Wir stellen Ihnen mit Freude und Engagement unsere Erfahrungen und unser Know-How zur Verfügung, denn Umweltbildung und Natur- und Ressourcenschutz sind unser Auftrag.
Hierfür wurden alle Gebäude an der Umweltstation Unterallgäu nach neuestem Stand der Technik zu einem großen Experimentierfeld mit Erfahrungseinrichtung ausgebaut. Bei der baulichen und technischen Umsetzung des Vorhabens standen die Erfahrung und Einbindung regionalen Know-Hows im Vordergrund. Technische Innovationen und modellhafte Produkte sowie der Einsatz nachwachsender Rohstoffe sollten eine Chance bekommen und vorrangig eingesetzt werden.
Die Ressourcenerlebniswelt ist ein ganzheitliches Projekt, um Ressourcenverbrauch und –verwendung auf allen Ebenen menschlichen Lebens (Wohnens) erfahrbar zu machen.
Im Mittelpunkt der Ressourcenerlebniswelt steht ein modernes BUS-System, welches jeden Ressourcengewinn und -verbrauch auf dem gesamten Gelände aufzeichnet und so die Messbarkeit und anschließende Visualisierung eigenen Handelns ermöglicht. Die Voraussetzungen hierfür wurden in einem ersten Schritt durch bauliche Veränderungen und technische Ausstattung der Einrichtung geschaffen. Die Messergebnisse werden einzeln dort erfasst, wo es zu einer Nutzung kommt. Jede Lichtquelle, Steckdose, jeder Wasser- oder Wärmeverbrauch, aber auch Solarzellen, Stromeinspeisung, der Füllstand der Wasserzisterne oder der Ressourcenverbrauch der Hackschnitzelheizung werden durch das System erfasst.
Die Jugendbildungseinrichtung „Umweltstation“ fungiert in diesem Sinne als eigener Mikrokosmos, innerhalb dessen wir versuchen, möglichst viele Versorgungs- und Entsorgungseinrichtungen bei uns vor Ort nachvollziehbar und anschaulich zu präsentieren.
Die Visualisierung steht unseren Gästen zur Aufbereitung und zur Entwicklung von Szenarien zur Verfügung. Unterschiedliche Gruppen, die sich gleichzeitig in unserer Einrichtung aufhalten, tauschen ihre Ergebnisse und ihre daraus resultierenden Schlüsse miteinander aus und vergleichen diese. Gemeinsam werden durch Partizipation, Austausch und Teamarbeit Strategien zum Umweltschutz entwickelt.
Zentrum des sozialen Lebens in der Ressourcenerlebniswelt ist das Jugend-Erlebnis-Dorf, welches Übernachtungsmöglichkeiten für insgesamt 90 Personen zuzüglich 14 Betreuern bietet. Ressourcenverbrauchs-Daten des gesamten Jugend-Erlebnis-Dorfs mit Übernachtungshütten, Sanitäranlagen und Versorgungsgebäude, sowie der Rest der Umweltstation werden durch das BUS-System erfasst. Auf diese Weise können die Ver- und Entsorgung eines Dorfes spielerisch erlebt und nachvollzogen werden. Ideen der Gruppen sind sofort umsetzbar, deren Auswirkungen aktuell messbar und Ergebnisse aus Verhaltensänderungen unmittelbar erkennbar.
Spielerisch lernen die Jugendlichen, mit Ressourcen umzugehen und verantwortlich zu handeln, um Natur, Umwelt und die Schöpfung zu erhalten.
Die jeweils erfassten Daten sind auf dem Touch-Screen-Display in der Aula der Einrichtung für jeden Besucher ersichtlich. Dort wird der eigene Ressourcenverbrauch visualisiert, und anhand von Fragen und Daten anderer Menschen kann das eigene Verhalten eingeschätzt werden. Verhaltensänderungen führen sofort zu messbaren bzw. erkennbaren Ergebnissen.
Durch spielerischen Umgang mit den Ressourcen und dem Erleben von sozialer Gemeinschaft kann das Bewusstsein der Besucher für den Umgang mit der Umwelt auf diese Weise sensibilisiert werden.
Die Teilnehmer lernen miteinander und voneinander. Dies geschieht in praktischen Übungen und kreativen Prozessen. Ressourcengerechtes Handeln wird eingeübt, und die Gäste werden selbst zu Akteuren. Kreativität, eigenverantwortliches Handeln und Partizipation sind die wichtigsten Werkzeuge in unserem Bildungsprojekt.
Alle Bereiche, von der Anreise der Gruppe bis hin zur Verpflegung, der Hauswirtschaft und der Freizeitgestaltung werden in die Gesamt-Ressourcenanalyse eines Gruppenaufenthaltes einbezogen. Ergebnisse der einzelnen Gruppen und Akteure werden gemeinsam besprochen und bilden den Grundstein für neue Ideen. Da die Belegungsgebühr nach tatsächlich verbrauchten Ressourcen abgerechnet und auch Jahressieger ermittelt werden, sind die Gäste zusätzlich motiviert, sich mit der Thematik zu beschäftigen.
Neben dem direkten Erleben von Ressourcen bietet die Ressourcenerlebniswelt auch sozialen Erlebensraum. Besonders für Kinder- und Jugendgruppen bietet das Zusammenleben Möglichkeiten zur sozialen Verantwortungsübernahme. Des weiteren werden konstruktive Konfliktlösungen trainiert.
Damit die Erfahrungen, die in der Ressourcenerlebniswelt gemacht werden, auch längerfristig das Handeln der Teilnehmer beeinflussen, werden diese in allabendlichen Reflektionsrunden vertieft und ein Transfer zur Alltagswelt hergestellt.
Unsere Einrichtung steht allen Interessierten als Anschauungsobjekt und beispielhaftes Modellvorhaben zur Besichtigung oder als Studienort bereit. Die in Legau innerhalb der Bildungsprojekte gesammelten Erfahrungen wurden so aufbereitet, dass sie auch anderen Einrichtungen bei ihren Bemühungen für Ressourcenschutzmaßnahmen zur Verfügung gestellt werden können.
Die Teilnehmer werden auf das Thema „Ressourcenschutz“ neugierig gemacht. Die Programmangebote sind daher experimentell gestaltet und bieten viel Raum für eigenes Erleben. Sie orientieren sich an neuen Bildungsmodulen.
Bei der Nutzung der Einrichtung durch die unterschiedlichsten Zielgruppen steht der Spaß an den angebotenen Bildungsprojekten mit im Vordergrund, getreu unserem Motto: Ressourcenchutz muss Spass machen und andere zum Mitmachen motivieren.
Wir möchten Sie ermutigen, Ihr Unternehmen, Ihre Schule oder Ihre Einrichtung auch in eine Ressourcenerlebniswelt umzugestalten oder ein vergleichbares Datenerfassungs- und Visualisierungssystem zu etablieren. Falls Sie Interesse daran haben, wenden Sie sich gerne an uns.
Wir stellen Ihnen mit Freude und Engagement unsere Erfahrungen und unser Know-How zur Verfügung, denn Umweltbildung und Natur- und Ressourcenschutz sind unser Auftrag.
Auszeichnung durch die Unesco
Wegen des innovativen Ansatzes und seiner ganzheitlichen Ausrichtung auf eine Bildung für nachhaltige Entwicklung wurde das Projekt "Ressourcenerlebniswelt" 2008 und auch 2010 von der deutschen UNESCO-Kommission als offizielles UN-Dekade-Projekt ausgezeichnet.
Wegen des innovativen Ansatzes und seiner ganzheitlichen Ausrichtung auf eine Bildung für nachhaltige Entwicklung wurde das Projekt "Ressourcenerlebniswelt" 2008 und auch 2010 von der deutschen UNESCO-Kommission als offizielles UN-Dekade-Projekt ausgezeichnet.



Ausführliche Informationen finden Sie auf unserer eigenen Website Ressourcenerlebniswelt. Zusätzlich können Sie sich unseren Projektbericht Ressourcenerlebniswelt ansehen.



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